Riester-Rente Auszahlung – Wieviel bekomme ich raus?

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Die RiesterRente ist Deutschland’s beliebtestes Privatrente. Kein Wunder, denn sie wird staatlich gefördert und belohnt schon niedrige Einzahlungen. Insbesondere Familien mit geringen Einkommen profitieren davon.

Unklar ist vielen allerdings, wie viel man am Ende eigentlich erhält. Denn die Berechnungen der Versicherer sind oftmals mehr als fragwürdig. Verschiedene Anbieter sorgen mit zahlreichen Tarifen für Chaos im Kopf.

So lange zahlt man ein

Egal für welchen Riester-Anbieter man sich letztlich entscheidet: Die Dauer der Einzahlung ist ein wesentlicher Faktor, bei der Höhe der Riester-Rente. Je länger man einzahlt, desto höher ist am Ende die Rente. Insbesondere die letzten Jahre sind dabei entscheidend, da dann der Zinses-Zins-Effekt kräftig zu spüren ist.

Zum Vergleich: Wer 35 Jahre lang 60 Euro pro Monat einzahlt, kann sich über rund 55.000 Euro freuen (angenommene Zinsentwicklung von 4 Prozent pro Jahr). Bei 40 Jahren sind es immerhin rund 70.000 Euro, obwohl man in diesen 5 Jahren lediglich 3.600 Euro eingezahlt hat. Wer gar 45 Jahre lang in die Riesterrente einzahlt, kann sich über 89.000 Euro freuen.

Riester-Rente – so viel hat man raus

Im Prinzip gibt es bei allen Anbietern einige Faktoren, die über die Höhe der Riester-Rente entscheiden. Neben der Anlagedauer entscheidet die Anlageform. Klassische Anlagen bringen zur Zeit recht wenig. Darum empfehlen nahezu alle Anbieter zur Zeit Mischformen, bei denen ein Teil der Anlage in Fonds investiert wird. So erhält man bis zu 10 Prozent Zins pro Jahr. Besonders risikofreudige Anleger legen ihr Geld in einen Aktien-Riester-Vertrag an. Bis zu 20 Prozent Zinsen kann der Kunde so pro Jahr erhalten.

Die Kosten für den Riester-Vertrag (Abschlussgebühr, laufende Kosten) sind vor allem am Anfang entscheidend, relativieren sich mit der Zeit allerdings immer mehr.

Übrigens: Letztlich entscheidet auch die Art der Auszahlung darüber, wie hoch die Auszahlung ist. Wer eine Einmalzahlung möchte, erhält in der Regel weniger, als wenn die Versicherung weiterhin mit dem Geld arbeiten kann. Eine lebenslange Rente bringt meist mehr Geld, da die Versicherung das angelegte Kapital weiterhin investieren kann.