Die Riester-Rente bei geringfügiger Beschäftigung (Minijob)

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Frauen gehen oft „nur“ einem Mini-Job nach, weil sie Kinder großziehen müssen, Alte versorgen und sich um die täglichen Dinge im Haushalt kümmern sollen. Hier droht Altersarmut, denn diese Arbeitnehmerinnen zahlen zu wenig in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Doch mit einer geringen Zuzahlung können nicht nur die Renten-Bezüge aufgebessert werden, auch mit der Riester-Rente kann man sich alle staatlichen Zuschüsse sichern.

Wie viel muss man selbst zahlen?

Normalerweise zahlt der Arbeitgeber 15 Prozent in die Rentenkasse ein. Jetzt stockt die Mini-Jobberin diesen Betrag um 3,9 Prozent auf, damit der Beitragssatz von 18,9 Prozent erreicht wird. Der Arbeitgeber wird finanzielle nicht belastet, er führt den geringen Betrag nur an die Minijob-Zentrale ab. Dies gilt allerdings nur bei älteren Verträgen, ab 2013 ist eine Neuregelung getroffen worden. Jetzt sind die Bezüge rentenversicherungspflichtig, also zahlt die Mini-Jobberin automatisch die 17,55 Euro zusätzlich. Wer dies aber gar nicht will, der kann sich befreien lassen, gibt aber damit alle Vorteile der Riester-Rente auf.

Kleiner Verdienst – große Wirkung!

Hat eine Mini-Jobberin keine weiteren Einnahmen, zahlt sie lediglich 60 Euro im Jahr, kann aber von staatlicher Seite 154 Euro kassieren. Für jedes Kind sind es weitere 185 Euro und für ab 2008 Geborene erhöht sich der Betrag sogar auf 300 Euro. Dieses Geld sollte sich keine Frau entgehen lassen, ein Riester-Vertrag lohnt sich bei einem kleinen Verdienst auf jeden Fall.