Zulagen der Riester Rente

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Die Altersvorsorge ist in der heutigen Zeit ein sehr bedeutsamer Aspekt, der nahezu jeden deutschen Bundesbürger anspricht. Dabei gibt es einige unterschiedliche staatliche Vorsorgemaßnahmen, die mit Förderungen unterstützt werden. Eine äußerst lukrative Variante stellt die so genannte Riester Rente dar.

Bei dieser Form der Altersvorsorge erhält der Sparer nicht nur Förderungen vom Staat, sondern kann zudem weitere steuerliche Vorteile nutzen. Der Versicherungsnehmer einer Riester Rente stockt de facto seine gesetzliche Rente auf und erhält dafür eine teilweise Förderung von Seiten des Staates. Zusätzlich kann er Steuervorteile geltend machen.

Erwachsene Personen erhalten 154 Euro Grundzulage

Zunächst einige Worte zu den staatlichen Zulagen. Grundsätzlich erhält jeder deutsche Bundesbürger, der die Versicherungsform der Riester Rente nutzt, einkommensunabhängig als erwachsene Person eine Grundzulage in Höhe von 154 Euro pro Jahr. Allerdings muss der Anleger sozialversicherungspflichtig sein. Das bedeutet, dass er

  • Arbeitnehmer ist oder
  • als arbeitssuchend gemeldet ist und Arbeitslosenbezüge vom Staat erhält.

Außerdem muss der Versicherungsnehmer seit 2009 mindestens vier Prozent seines sozialversicherungspflichten Vorjahreseinkommens in den Riester Renten-Vertrag einbezahlen. Fällt dieser Beitrag äußerst gering aus, wird ein Mindestsockelbeitrag in Höhe von 60 Euro pro Jahr (also 5 Euro im Monat) fällig. Zudem gilt seit 2008 eine jährliche Höchstgrenze in Höhe von 2.100 Euro. Das entspricht einem steuerpflichtigen Bruttoeinkommen in Höhe von 52.500 Euro. Genauere Informationen zur Frage, wer förderungsfähig ist, finden sich in diesem Artikel auf riester-rente-info.de.

Zulage für Kinder variiert je nach Geburtsdatum

Aufgrund dieser oben genannten Eigenschaften ist diese Form der Altersvorsorge für Selbständige oder Studenten im Regelfall nicht sinnvoll. Übrigens sind auch Ehepartner förderungsfähig, wenn der jeweilige Partner eine solche Altersvorsorge auch nutzt.

Für jedes Kind bekommt der Sparer zusätzlich 185 Euro. Für ab 2008 neugeborenen Nachwuchs gibt es sogar 300 Euro jährliche Förderung von Seiten des Staates. Diese Förderung bleibt für die Dauer des Kindergeldzuschusses bestehen. Jugendliche unter 25 Jahren erhalten beim Abschluss eines Riester Renten-Vertrags zudem einen einmaligen Bonus in Höhe von 200 Euro, die zur Grundzulage hinzu gerechnet werden. Folglich gliedern sich die Zulagen des Staates in

  • Grundzulage
  • Kinderzulage und
  • Berufseinsteigerbonus

auf.

Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über die zeitliche Entwicklung der staatlichen Zulagen:

Jahr Grundzulage pro Erwachsener pro Jahr Kinderzulage pro Kind pro Jahr
2002 bis 2003 38 Euro 46 Euro
2004 bis 2005 76 Euro 92 Euro
2006 bis 2007 114 Euro 138 Euro
2008 bis heute 154 Euro 185 Euro bzw. 300 Euro

Steuerliche Vorteile über die Lohnsteuererklärung erwirken

Außerdem kann der Sparer zusätzliche steuerliche Vorteile über die Lohnsteuererklärung geltend machen, wodurch ihm Beiträge rückwirkend gutgeschrieben werden. Diese Rückerstattungen hängen von der Steuerhöhe des jeweiligen Anlegers ab, sodass diese folglich individuell berechnet werden. Die Erstattungen können in den entsprechenden Altersvorsorgevertrag einfließen oder für sonstige Anschaffungen verwendet werden. Die Entscheidung bleibt alleine dem Versicherungsnehmer überlassen.

Zu Beginn der Auszahlungsphase kann der Sparer dann entscheiden, ob er eine monatliche Rente beziehen möchte oder ob er eine Teilauszahlung des Kapitals wünscht. Diese Auszahlung beträgt maximal 30 Prozent des verfügbaren Guthabens. Dadurch wird die monatlich verfügbare Rente allerdings verringert.