Die Deutschen “riestern” weniger als erwartet

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Das Rentenniveau wird in den nächsten Jahren immer weiter gesenkt und die Altersarmut wird deutlich ansteigen, wenn die Menschen nicht selbst für ihre Rente vorsorgen. Doch die anfangs so hochgelobte Riester Rente kommt nicht so gut an, wie anfangs gedacht. Die Anzahl der Verträge steigt nur sehr langsam und viel Altverträge werden gar nicht mehr bespart, so dass Zulagen einfach auf der Strecke bleiben. Besonders junge Menschen tut viel zu wenig oder gar nichts für ihre Altersvorsorge.

Viele Verträge werden nicht bedient

Bis Oktober 2014 wurden in Deutschland etwa 15,9 Millionen Riester Verträge abgeschlossen, wovon aber nur gut 12,5 Mio. Verträge noch regelmäßig bedient werden. Den vollen Satz der vier Prozent zahlen insgesamt nur 6,4 Mio. Sparer und erhalten somit die kompletten Zulagen bzw. Steuerersparnis. Von diesen Versicherungsnehmern sind etwa 4 Mio. Frauen und 2,4 Mio. Männer. Aber insgesamt hätten gut 35 Mio. Menschen das Recht zu „riestern“ und somit Anspruch auf die staatlichen Zulagen.

Kritik an Riester Rente wird lauter

Da vor gut zehn Jahren beschlossen wurde, das Rentenniveau weiter abzusenken, beträgt dieses im Jahr 2028 noch 44,5 Prozent des durchschnittlichen Einkommens. Zurzeit liegt das Niveau noch bei 48 Prozent. Durch die Einführung der Riester Rente, sollte dieses Defizit ausgeglichen werden. Doch die Kritik an diesem Sparvertrag wird immer lauter, denn die Verträge gelten als zu intransparent und kompliziert. Auch liege der Erlös unter dem Strich eher auf einem sehr bescheidenen Niveau, so dass sich viele Bundesbürger doch eher für eine Alternative entscheiden. Dazu trägt natürlich auch das jetzige Zinstief bei, so dass aktuelle Riester Verträge kaum die Inflationsrate ausgleichen und das Produkt als eher uninteressant gilt.

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