Die Riester-Rente in der Steuererklärung

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Altersvorsorgebeiträge im Rahmen der Riester-Rente werden generell in der Anlage AV der Steuererklärung erfasst. Im Gegensatz dazu gibt es noch die Basis-Rente (Rürup-Rente) als Altersvorsorge für Selbstständige ohne Versicherungspflicht. Diese Beiträge werden in die Anlage Vorsorgeaufwand eingetragen.

Das Finanzamt fördert die in der Anlage AV angegebenen freiwilligen oder betrieblichen Beiträge zur Riester-Rente nach entsprechenden Steuervorschriften. Geregelt wird die Abzugsfähigkeit von Altersvorsorgebeiträgen im § 10a des Einkommenssteuergesetzes (EStG). Anhand der Anlage AV entscheidet das Finanzamt, ob eine steuerliche Begünstigung der Riester-Rente erfolgen soll oder ob eine direkte Zulage vom Staat gezahlt wird. Hat der Riester-Sparer keine Zulagen erhalten, dann werden die Beiträge als Sonderausgaben von der Steuer freigestellt.

Die Höhe der Zulagen zur Riester-Rente muss ebenso hoch sein wie der Vorteil, der sich ergeben hätte, wenn die Altersvorsorgebeträge von der Steuer freigestellt worden wären. Das Finanzamt gleicht ansonsten den Fehlbetrag durch die steuerliche Begünstigung aus. Wenn aber eine staatliche Zulage in ausreichender Höhe gezahlt wurde, dann kann keine steuerliche Begünstigung erfolgen.

Wer eine Bescheinigung seines Riester-Anbieters in Papierform erwartet, wundert sich über eine Vereinfachung, die seit 2010 erfolgt. Die erforderlichen Daten zur Riester-Rente übermittelt der Anbieter direkt auf elektronischem Wege. Dazu erfolgte 2010 eine entsprechende Änderung der steuerlichen Vorschriften (§ 10a Absatz 2a EStG und § 10a Absatz 5 Satz 4 EStG).

Die wesentlichen Informationen zum Riester-Vertrag liegen dem Finanzamt zeitnah vor. Dadurch erfolgt auch die Beantragung der staatlichen Zulagen automatisch. Der Steuerpflichtige muss sich seit 2010 nicht mehr darum kümmern.